Poker-Profi und Sportwetten: Müssen Einnahmen versteuert werden?

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Dazu gehören beispielsweise Einzahlungslimits, Einschränkung des Angebots von Livewetten und verpflichtende Maßnahmen für den Spielerschutz. Ob Fußball Sportwetten, Sportwetten auf Tennis oder Dart sowie Pferdewetten, ob online oder offline: Wenn Sie den richtigen Riecher hatten und Wettgewinne kassieren konnten, können Sie sich doppelt freuen. Nun, in Deutschland werden Steuern nur für die Einkünfte fällig, die zu den sieben Einkunftsarten gehören. Ihr Arbeitslohn zählt beispielsweise zu den sogenannten Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit. Deshalb müssen Sie auch monatlich Lohnsteuer zahlen. Wettgewinne gehören allerdings nicht zu den sieben Einkunftsarten und bleiben folgerichtig steuerfrei. Würde der Staat Steuern auf Ihre Wettgewinne aus Sportwetten verlangen, dürften Sie im Umkehrschluss auch Ihre Verluste steuerlich geltend machen. Da das aber für den Staat ein Verlustgeschäft wäre, verzichtet er hier großzügig auf bet tipico live wetten heute die Besteuerung.

  • Für professionelle Wettbüros oder Tipgemeinschaften gelten strenge steuerliche Regelungen.
  • Gewinne aus der Vermittlung von Wetten (z.B. als Agent) sind immer steuerpflichtig.
  • Die Umsatzsteuer ist für wettbezogene Dienstleistungen in der Regel nicht anwendbar.
  • Gewerbliche Wettunternehmen benötigen eine behördliche Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag.

Die Steuerbefreiung gilt nicht nur für Wettgewinne aus Sportwetten, sondern auch für Lottogewinne. Denn entscheidender Faktor für den Gewinn ist das Glück, nicht das Können. Wer allerdings eine Leistung für seinen Gewinn erbringt – zum Beispiel bei einer Spielshow Quizfragen beantwortet –, muss den Gewinn in der Regel versteuern.

  • Die Steuerbehörden können Kontobewegungen überprüfen, wenn der Verdacht auf gewerbliche Betätigung besteht.
  • Ein plötzlicher, hoher Geldzufluss ohne erkennbare Quelle kann eine Steuerprüfung auslösen.
  • Es gibt keine Meldepflicht der Buchmacher an deutsche Finanzämter für Spielergewinne.
  • Bei grenzüberschreitenden Aktivitäten kann das Doppelbesteuerungsabkommen relevant sein.

Manche Anbieter oder Anbieterinnen von Sportwetten locken Zocker/innen mit kostenlosen Startguthaben oder Bonusgutschriften. Sowohl das Startguthaben als auch die Bonusgutschrift bleibt für Sie steuerfrei – genau wie Ihr Wettgewinn. 2012 wurde die sogenannte Wettsteuer eingeführt: Seither müssen die Wettanbieter/innen fünf Prozent (seit Juli 2021 sogar 5,3 Prozent) Steuern auf alle deutschen Umsätze zahlen. Es spielt keine Rolle, ob die Wette im Wettbüro oder im Internet platziert wird, die Wettsteuer wird immer fällig. Sie als Sportwetter/in zahlen die Wettsteuer nicht direkt an den Fiskus, sondern über einen Umweg. Denn die meisten Anbieter/innen geben die Kosten für die Wettsteuer an den Kunden oder die Kundin weiter.

Status der Wettaktivität Pflicht zur Krankenversicherung Pflicht zur Rentenversicherung Pflicht zur Arbeitslosenversicherung
Privat / Gelegenheitsspieler Keine Auswirkung Keine Auswirkung Keine Auswirkung
Gewerbetreibender Spieler (Nebentätigkeit) Freiwillig versichert, wenn Hauptjob pflichtvers. Pflichtversicherung (bei Gewerbe) Befreiung möglich, wenn Hauptjob besteht
Profispieler (Hauptberuflich, selbständig) Pflicht in freiwilliger gesetzl. oder privater KV Pflichtversicherung in DRV Pflichtversicherung (selbständige Tätigkeit)

Die Einnahmen aus der Sportwettensteuer lassen die Staatskasse ordentlich klingeln: Der Arbeitskreis Steuerschätzung rechnet für 2023 und 2024 mit Steuereinnahmen in Höhe von über 2,6 Milliarden Euro. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die Sportwetten-Anbieter/innen die Wettsteuer an Sie weitergeben können.

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Anders verhält es sich in der Schweiz. Alle Gewinne, die die Freigrenze von 1.000 Schweizer Franken pro Jahr überschreiten, gelten als reguläres Einkommen und müssen entsprechend versteuert werden. Werden Gewinne beim staatlichen Wettanbieter erzielt, zieht dieser automatisch 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die sich die Schweizer jedoch über die Steuererklärung wiederholen können. Bei den privaten ausländischen Wettanbietern, die die Mehrzahl bilden, fällt dieser Steuersatz nicht an. Und wie sieht es mit geschenktem Wettguthaben aus?

[fs-toc-h2]9. Fazit

Mit solchen Willkommensboni locken die Anbieter Neukunden, denn der Markt ist hart umkämpft. In der Regel wird die erste Einzahlung bis zu einer bestimmten Grenze verdoppelt, was das Wetten attraktiver machen soll. Bei einem Sportwetten Bonus in Höhe von 100 Prozent bis 100 Euro erhält der Neukunde bei einer Einzahlung über 100 Euro also den Maximalbetrag von bet wetten online paypal 100 Euro geschenkt. Auch hier können die Wetter aufatmen: Die Boni müssen ebenfalls nicht versteuert werden. Auch nicht, wenn Kunden Anbieter-Hopping betreiben und sich bei mehreren Anbietern den Wettbonus sichern.

Professionelle Wetter

Dass Deutschland eine Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent auf alle Umsätze erhebt, ist zwar legitim, aber dennoch bemerkenswert. Immerhin gibt es hierzulande noch immer keine klare Gesetzgebung, was das Anbieten von Glücksspielen betrifft. Dabei hat der Europäische Gerichtshof die Mitgliedsstaaten schon vor Jahren aufgerufen, bis Ende 2011 für Klarheit zu sorgen. Denn das staatliche Glücksspielmonopol, wie es auch Deutschland gerne hätte, ist mit dem Europarecht nicht vereinbar. Statt zu handeln, ignoriert Deutschland diesen Fakt einfach. Wettsteuer vom Gewinn: Der/Die Anbieter/in zieht die 5,3 Prozent direkt vom Gewinn ab und zahlt Ihnen einen entsprechend verringerten Betrag aus. Wettsteuer vom Tipp: Der/Die Anbieter/in zieht die 5,3 Prozent direkt von Ihrem Wetteinsatz ab. Sonderberechnungsmodelle: Vereinzelte Anbieter/innen haben besondere Modelle zur Weiterberechnung der Wettsteuer entwickelt und verändern zum Beispiel die Wettquote entsprechend.

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Der Umgang mit der Steuer ist bei jedem Anbieter anders. Die meisten sind mittlerweile dazu übergegangen, die Steuer an die Kunden weiterzugeben. Vom Gewinn können die Anbieter die Wettsteuer nicht absetzen. Manche Wettanbieter besteuern den Einsatz des Kunden mit fünf Prozent. Die fünf Prozent werden nicht aufgeschlagen, sondern vom Einsatz abgezogen, wodurch sich dieser verringert.

Müssen Sportwetten Gewinne versteuert werden?

Andere Wettanbieter ziehen die fünf Prozent vom Gewinn ab. Dann fällt der Betrag zwar höher aus, dafür wird die Steuer für den Kunden nur dann fällig, wenn er auch tatsächlich etwas gewinnt. Der Anbieter selbst muss sie natürlich unabhängig davon an den Staat abführen. Einige wenige Anbieter übernehmen die Steuer für den Kunden und legen sie nicht sichtbar um. Oft sind dann aber die Quoten etwas schlechter, weil natürlich auch diese Anbieter nur ungern auf Gewinn verzichten.

Großer Gewinn, große Geste – aber denk an die Schenkungssteuer

Fakt aber ist: Wetter, egal ob berufsmäßig oder nur als Hobby, müssen sich mit dem Thema Steuer nicht belasten. Für die Wettsteuer sind die Wettanbieter zuständig. Gewinne müssen dem Finanzamt nicht gemeldet werden, weder außer der Reihe noch im Rahmen der Steuerklärung. Ganz ähnlich sieht es übrigens bei unseren Nachbarn in Österreich aus. Auch hier gibt es keine Einkommensart, die Gewinne aus Glücksspielen vorsieht. Außerdem gibt es nach wie vor auch Anbieter/innen ohne Wettsteuer. Ein Anbieter-Vergleich im Vorfeld lohnt sich in Sachen Sportwetten bet wettanbieter bonus also allemal. Wer sein ganzes Einkommen mit Sportwetten macht, gilt als Berufsspieler/in. Genau wie beim Poker werden dann auch gegebenenfalls Steuern auf die Gewinne fällig. Die spannende Frage lautet: Wer wird Europameister? Das Gute: Gewinne aus Sportwetten sind steuerfrei. Die Fußball Europameisterschaft läuft auf vollen Touren. Wer sich für Sportwetten begeistert, der kann auf den Sieger des Turniers tippen. Ein Blick auf die Quoten verschiedener Anbieter von Online-Sportwetten zeigt, der Einsatz kann sich lohnen.

Kritik und Reformdiskussionen

Am 1. Juli 2021 trat der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland in Kraft. Die zentralen Änderungen darin betreffen die Legalisierung von bislang verbotenem Online-Glücksspiel sowie die Ausweitung bestehender Konzessionen, insbesondere für Sportwetten. Das heißt: Künftig brauchen Anbieterinnen und Anbieter eine offizielle Lizenz und müssen strengere Regeln befolgen. Ziel es ist "das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen", wie es in der Präambel des Vertrags heißt. Bei zehn Euro Einsatz auf England als neuen Europameister sind Gewinne von 40 oder 50 Euro drin, bei Deutschland sind es 60 oder 70 Euro. Außenseiter wie Österreich locken mit Gewinnen von 500 bis 800 Euro, Georgien gar mit 5.000 Euro.

Spielerstatus Steuerliche Einordnung Konsequenzen Nachweispflicht
Privatspieler (Gelegenheitsspieler) Privat veranlasstes Glücksspiel Gewinne sind steuerfrei. Keine regelmäßige Buchführung nötig.
Gewerblicher Spieler Einkünfte aus Gewerbebetrieb Gewinne sind steuerpflichtig, Verluste abzugsfähig. Gewerbliche Organisation und Nachhaltigkeit muss nachgewiesen werden.
Profispieler (Vollerwerb) Selbstständige Tätigkeit Gewinne als Einkünfte aus selbständiger Arbeit versteuern. Laufende Buchführung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

Ob kleiner oder großer Gewinn: Über das Finanzamt müssen sich Wettfreunde keine Gedanken machen. Und zwar unabhängig von der Höhe des Gewinns und unabhängig davon, ob die Wetten online oder vor Ort beispielsweise in einem Wettbüro platziert wurden.

Dokument Zweck Empfohlener Aufbewahrungszeitraum Notwendig für
Auszahlungsbelege aller Gewinne Nachweis der Einnahmenhöhe 10 Jahre nach Ende des Steuerjahres Gewerbetreibende & Profis
Einsatzbelege / Kontoauszüge Nachweis der Ausgaben / Verluste 10 Jahre nach Ende des Steuerjahres Gewerbetreibende & Profis
Protokoll der Wettstrategie & Analysen Nachweis der Gewinnerzielungsabsicht Unbefristet bei laufender Tätigkeit Gewerbenachweis ggü. Finanzamt
Separates Bankkonto (Geschäftskonto) Trennung Privat-/Betriebsvermögen Kontoauszüge 10 Jahre Gewerbetreibende & Profis

Das gilt nicht nur für Fußballwetten, sondern auch für Wetten auf andere Sportarten wie Handball, Basketball, Tennis, Dart oder Pferderennen. Sämtliche Gewinne aus solchen Wetten müssen nicht versteuert und auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Wichtig dabei ist, dass die Spielerin oder der Spieler nicht professionell wettet. Stehen für das Wetten rein gewerbliche Aspekte im Vordergrund, sieht die Sache anders aus. Dann gilt man sozusagen als Berufsspielerin oder Berufsspieler – und in dem Fall werden unter Umständen auch Steuern auf die Gewinne fällig. Das gilt ebenso beim Pokern oder Online-Pokern. Die Steuerfreiheit gilt übrigens nicht nur für Sportwetten. Wer beispielsweise einen Lottogewinn abräumt, muss diesen ebenfalls nicht versteuern. Denn der entscheidende Faktor bei Gewinnen aus Sportwetten und Lotterien ist Glück – und nicht etwa Können.

Online-Casino: Gewinne müssen nicht versteuert werden

Private Glücksspiel-Anbieter agieren deshalb in einer rechtlichen Grauzone. Sie argumentieren mit dem europäischen Recht und der darin verankerten Freizügigkeit. Deutschland legalisiert die Anbieter zwar nicht, dudelt sie aber und schöpft sie mit der Wettsteuer seit einigen Jahren auch ab. Die einzige Lösung für einen sinnvoll regulierten Glücksspielmarkt, der die Verbraucher nicht in Schwarzmärkte drängt, ist eine europaweit einheitliche Gesetzgebung. Obwohl es diesbezüglich immer wieder Bemühungen gab, ist trotz jahrelanger Verhandlungen keine Lösung in Sicht.

Sind Preisgelder aus Fernsehshows steuerpflichtig?

Innerhalb von Deutschland hat lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein gehandelt und gibt Glücksspiellizenzen heraus, die einen rechtlich einwandfreien Betrieb von Wettportalen und Online Casinos ermöglichen. Sagenhafte 7,7 Milliarden Euro haben die Deutschen im Jahr 2023 bei Sportereignissen verwettet. Dies entspricht einer Verringerung von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so der Deutsche Sportwettenverband. Es profitieren vor allem kommerzielle Anbieter und Anbieterinnen für Sportwetten wie Bwin, Bet365, tipico, Interwetten und Admiralbet. Die staatliche Sportwette Oddset hat einen deutlich kleineren Marktanteil und das Abschließen von Oddset-Wetten ist derzeit auch nur noch in 9 von 16 Bundesländern möglich. Wer allerdings eine Leistung für den Gewinn erbringt, muss diesen versteuern. Das gilt zum Beispiel bei Spielshows, wenn der Gewinn mit der Beantwortung von Quizfragen erzielt wurde. Ganz ohne Steuerbelastung kommt man bei einer privaten Wette dennoch nicht davon. Auf die 2012 eingeführte Wettsteuer müssen Wettanbieter aktuell 5,3 Prozent Steuern auf Wetteinsätze in Deutschland abführen. Zwar ist Sportwettensteuer Sache der Wettanbieter, allerdings werden diese Kosten in den meisten Fällen an die Kunden weitergegeben beziehungsweise auf sie umgelegt.

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